Mit dem E-Bike unterwegs: So lässt sich Verschleiß am Rad minimieren

von | Okt 15, 2021 | E-Bike | 0 Kommentare

​Verschleiß ist ein leidiges Thema beim E-Bike-Fahren. Mal muss eine neue Kette her, mal neue Bremsbeläge und nach einigen Jahren ist auch der Akku austauschreif. Der Abnutzung komplett ausgeliefert sind Pedelec-Fans allerdings nicht. Wer einige Dinge beachtet, hat länger Freude mit den verbauten Teilen, muss weniger häufig für Ersatz sorgen und damit nicht so oft in den Geldbeutel greifen. Wir zeigen die wichtigsten Verschleißteile auf und geben Tipps, wie sich der Abnutzung entgegenwirken lässt.

Die Themen im Überblick:

E-Bike: Verschleiß der Bremsbeläge

Egal mit welchem Bremssystem das E-Bike ausgestattet ist – mit einem Scheiben- oder Felgenbremssystem: Beim Elektrorad nutzen sich die Bremsbeläge weitaus schneller ab als beim herkömmlichen Fahrrad. Allein schon dadurch, dass elektrische Räder durch Motor und Akku viel schwerer sind als nicht motorisierte Bikes, benötigen sie eine stärkere Bremsleistung. Neben dem Gewicht des E-Rades spielen auch das Gewicht des Fahrers und die Belastung des Bikes insgesamt eine Rolle. Auch die Qualität der verbauten Teile entscheidet, ob die Bremsbeläge eher früher oder später schlapp machen. Als Faustregel gilt: Bei qualitativ hochwertigen Bremsanlagen halten die Bremsbeläge in der Regel länger. Austauschreif sind sie meist spätestens nach 1.200 Kilometern.

Verschlissene Felgenbremsbeläge am Elektrorad erkennen

Wenn die Bremsbeläge einer Felgenbremse verschleißen, macht sich das daran bemerkbar, dass der Bremshebel weiter an den Lenker gezogen werden muss, um Kontakt zwischen Bremsbelag und Felge herzustellen. Um dies auszugleichen, verfügen die meisten Bremsen über eine Einstellschraube, mit der sich der Belag wieder näher an die Felge stellen lässt. Radfahrende sollten diese Einstellmöglichkeit rechtzeitig nutzen, bevor sich der Hebel bis an den Lenker ziehen lässt und das Rad nicht mehr richtig bremst – und es gefährlich wird.

Ist ein Austausch der Bremsbeläge notwendig, lässt sich das anhand der Markierung auf den Belägen in Form einer Rille oder eines farbigen Strichs erkennen. Einige Bremsbacken besitzen sogar Indikatoren, die signalisieren, dass ein Wechsel notwendig wird.

Tipp: Mindestens einen Millimeter sollten die Bremsbeläge aufweisen. Unbedingt sollten beim Bremsen-Check auch immer beide Bremsen – die für das Vorder- und die für das Hinterrad – begutachtet werden. Denn oft bremsen Radfahrende nur mit der hinteren Bremse und die vordere kommt lediglich bei Vollbremsungen oder nur sehr dezent zum Einsatz, was den Verschleiß der hinteren Beläge begünstigt.

Verschlissene Scheibenbremsbeläge am Elektrorad erkennen

E-Bike Scheibenbremse
Im Gegensatz zu den Felgenbremsbelägen lässt sich der Verschleiß von Scheibenbremsbelägen nicht so einfach feststellen. Denn Scheibenbremsen stellen sich von allein nach, sodass der Abstand zwischen der Oberfläche des Bremsbelags und der Bremsscheibe immer gleichbleibt und der Fahrer bzw. die Fahrerin den Bremshebel immer gleich weit an den Lenker heranziehen muss. Auch die Bremskraft bleibt üblicherweise solange konstant, wie noch Bremsbelag vorhanden ist. Erst wenn der Bremsbelag so abgenutzt ist, dass die Feder auf der Bremsscheibe schleift, lässt sich ein unangenehmes metallisches Kratzen wahrnehmen. Soweit sollten es E-Bike-Besitzer aber auf keinen Fall kommen lassen. Denn bei jeder Bremsung mit komplett abgefahrenen Belägen können die Bremsscheiben durch tiefe Rillen irreparabel beschädigt werden. Mit einem Millimeter starken Bremsbelägen sind Radfahrende auch hier in den meisten Fällen noch auf der sicheren Seite. Bewegt sich die Stärke der Beläge darunter, sollten sie getauscht werden.

Verglaste Scheibenbremsbeläge erkennen, verhindern und reparieren

Vor allem bei Scheibenbremsbelägen tritt das Phänomen des „Verglasens“ auf, was zu einer verminderten Bremsleistung führt. Erkennen lässt sich ein derartiger Verschleiß daran, dass die Bremswirkung nachlässt und die Bremsen anfangen zu quietschen oder auch zu vibrieren. Wie der Name schon sagt, lassen sich verglaste Scheibenbremsbeläge daran erkennen, dass sie fast aussehen wie Glas: Fällt Licht darauf, schimmern sie. Ursache für das Verglasen ist, dass über längere Zeit mit dem Rad nur schleifend und mit wenig Druck gebremst wurde. Das führt dazu, dass der Bremsbelag von der Bremsscheibe poliert wird. Um dies zu vermeiden, sollten Radfahrende immer stotternd und kraftvoll bremsen. Auch wenn die Bremsen von Anfang an nicht richtig eingebremst wurden, kann eine solche Verglasung auftreten.

Auf der sicheren Seite sind E-Bike-Besitzer, wenn sie derartig verschlissene Bremsbeläge austauschen. Aber auch reparieren funktioniert mit etwas handwerklichem Geschick bis zu einem gewissen Grad: Zuallererst ist es einen Versuch wert, die verglasten Beläge wieder frei zu bremsen – und dafür circa 20- bis 30-mal eine moderate Vollbremsung hinzulegen. Das funktioniert bei leicht verglastem Zustand. Bei etwas stärkerer Verglasung kann es helfen, die zuvor ausgebauten Bremsbeläge mit etwas Schleifpapier zu richten. Dafür legt man Schleifpapier mit einer Körnung von 100 bis 150 auf einen Tisch oder am besten eine Werkbank und fährt vorsichtig mit jedem Belag und moderatem Druck kreuzweise einige Male darüber. Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Beläge plan aufliegen und nur so viel von der Oberfläche abgerieben wird, bis diese nicht mehr verglast aussieht und sich die Fläche matt anfühlt.

Nach dem Einbau der Beläge gilt es, diese einzubremsen – dafür 20- bis 30-mal moderat voll bremsen, damit sich die Beläge an die Scheibe anpassen. Schlägt der Versuch des Ausbesserns fehl und das E-Bike bremst immer noch nicht optimal, müssen unbedingt neue Belege her.

Richtig bremsen gegen vorzeitigen Verschleiß am E-Bike

Wird die Bremse zu heiß, kann es passieren, dass die Bremswirkung nachlässt. Um das zu vermeiden, ist es besser, beim Bergabfahren öfter mal in die Bremsen zu langen, um sie dann wieder loszulassen. So kann der Fahrtwind die heiß gewordenen Bremsen kühlen. Wer hingegen ständig die Bremsen schleifen lässt, verhindert diesen Kühleffekt, was verschleißfördernd wirkt und auch zu verglasten Bremsbelegen und einer verminderten Bremsleistung führen kann.

Achtung: Schraube an deinen E-Bike-Bremsen nur herum, wenn du weißt, was du tust. Bist du unsicher, suche eine Fachwerkstatt auf. Bremsen können lebenswichtig sein!

Verschlissene Bremsscheibe am Pedelec erkennen

Auch die Bremsscheiben von Scheibenbremsen verschleißen nach und nach und müssen gewechselt werden. Vor allem abgefahrene Bremsbeläge schaden den Scheiben und eine verringerte Bremsleistung sowie Störgeräusche sind die Folge. Aber auch die Bremsscheibenstärke hat Einfluss auf den Verschleiß. Je stärker die Scheibe, desto später wird sie getauscht werden müssen. Reif für den Austausch sind die Scheiben, wenn die angegebene Mindestbreite durch die Abnutzung unterschritten wird. Ist die Bremsscheibe beschädigt, muss sie auf jeden Fall gewechselt werden. Selbst Speichen und Nabe unterliegen beim Bremsen mit Scheibenbremsen einer Belastung und müssen bei einem solchen Bremssystem häufiger gewartet werden als bei einem Felgenbremssystem.

Verschlissene Felgen am Pedelec erkennen

Mechaniker mit Fahrradreifen
Ebenso wie die Bremsscheibe bei einem Scheibenbremssystem werden beim Bremsen via Felgenbremse auch die Felgen beansprucht. Ob letztere ersetzt werden müssen, lässt sich an der schwarzen Nut auf der Felgenflanke erkennen. Ist diese nicht mehr vorhanden, muss die Felge bzw. das Laufrad von der Werkstatt getauscht werden. Selbst sollten E-Bike-Fans hier nicht ans Werk gehen.

Verschleiß ausgleichen: E-Bike-Bremsen richtig einstellen

Weil sich die Bremsbeläge abnutzen, ist es wichtig, sie von Zeit zu Zeit zu justieren. Nur so können sie optimal funktionieren, den kürzesten Bremsweg liefern und den Verschleiß erst einmal ausgleichen. Je nach Bremsentyp gibt es unterschiedliche Parameter für die optimale Einstellung:

  • Felgenbremsen sollten einen Abstand von zwei bis drei Millimeter zur Felge haben und parallel zu ihr liegen.
  • Bei Scheibenbremsen beträgt der Abstand der Beläge zur Bremsscheibe je nach Hersteller und Modell 0,2 bis 0,4 Millimeter und die Bremsscheibe sollte mittig zwischen den Bremsbelägen sitzen.

Hydraulische Felgenbremsen am E-Bike einstellen

Der Abstand zwischen Felge und Bremsbacke lässt sich bei abgenutzten hydraulischen Felgenbremsen ganz leicht nachjustieren: 

  • Stellschraube am Bremshebel zum Verringern oder Vergrößern des Abstands zwischen Felge und Bremsbacke nachstellen.
  • Haben die Bremsbeläge nicht die gewünschte Position an der Felge, müssen sie in Position gebracht werden.
  • Dazu den Bremszylinder samt Bremsbelag lösen und nach oben oder unten verschieben. Je nach Hersteller lässt sich das recht einfach über einen Schnellspanner regeln.

Hydraulische Scheibenbremsen am E-Bike einstellen

Bei einem hydraulischen Scheibenbremssystem stellen sich die Bremsbeläge automatisch nach und der Abstand bleibt auch bei Abnutzung gleich. Wichtig ist allerdings, dass beide Bremsbeläge exakt den gleichen Abstand zur Bremsscheibe haben. Das lässt sich wie folgt bewerkstelligen:

  • Beide Befestigungsschrauben des Bremssattels leicht lösen.
  • Bremse ziehen und fixieren – etwa mit einem Gummiband.
  • Jetzt die Befestigungsschrauben gleichmäßig – gegebenenfalls mit einem Drehmomentschlüssel nach Herstellerangaben – festziehen.
  • Bremshebel wieder lösen. Fertig.

Achtung: Wer sich derartige Einstellungen am Bremssystem des Bikes nicht selbst zutraut, sollte dies einer Fachwerkstatt überlassen!

Hydraulische Bremsen beim Elektrorad: Wartungsfaktoren Luft und Flüssigkeit

Bei hydraulischen Bremssystemen, wie sie in E-Bikes üblicherweise verbaut sind, wird durch Ziehen am Bremshebel Bremsdruck in einem geschlossenen hydraulischen System an die Bremszylinder übertragen. Als Bremsflüssigkeit wird entweder DOT – also Bremsflüssigkeit, die den Prüfkriterien des Department of Transportation (DOT) der USA entspricht – oder Mineralöl eingesetzt. Da DOT hygroskopisch ist, kann es Wasser ziehen und sich damit vermischen. Hat DOT zu viel Wasser angezogen, lässt sich der Bremshebel mitunter gar nicht mehr ziehen. Die Folge: Die Flüssigkeit muss gewechselt werden. Manchmal ist das einmal im Jahr, manchmal gar häufiger notwendig.

Mineralöl hingegen ist nicht hygroskopisch und vermischt sich nicht mit Wasser. Dennoch kann auch hier die Bremswirkung nach einiger Zeit nachlassen, so dass sich der Bremshebel ohne Gewalt durchziehen lässt. Dann ist Luft ins System gelangt und die Bremse muss entlüftet werden.

Im Internet existieren Videos, die zeigen, wie sich das Bremssystementlüften und Auffüllen der Hydraulikflüssigkeit anstellen lässt. Nur, wer über das notwendige Know-how verfügt, sollte sich an eine solche Arbeit selbst wagen. Wer sich unsicher ist, sucht besser die Werkstatt auf. Schließlich ist eine Bremse, die nicht bremst, lebensgefährlich. 

E-Bike regelmäßig reinigen gegen frühzeitige Abnutzung

Mann reinigt E-Bike mit feuchtem Tuch

Wer lange Spaß an seinem E-Bike haben möchte, sollte es regelmäßig pflegen – auch wenn er oder sie kaum bei schlechtem Wetter unterwegs ist. Die Reinigung ist denkbar einfach und im Handumdrehen erledigt: Das Bike mit Fahrradreiniger – der stellt sicher, dass keine Oberflächen angegriffen oder geschädigt werden – einsprühen, um Verschmutzungen aufzuweichen. Das Mittel einwirken lassen und anschließend mit klarem, am besten lauwarmen Wasser abspülen. Reines Wasser oder Wasser versetzt mit nicht aggressivem, am besten biologisch abbaubarem, Spülmittel tut es auch.

Umwelttipp: Um die Natur zu schonen, sollten Rad-Besitzer ihre Bikes nur auf dafür vorgesehenen Plätzen, wie beispielsweise Waschstraßen, sauber machen und bei der Reinigung am besten biologisch abbaubares Putzmittel verwenden. Zumindest sollte das E-Bike auf versiegeltem Boden wie Asphalt mit Kanalablauf stehen. So kann das dreckige Wasser nicht in die Umwelt gelangen und geklärt werden. Und: In einigen Ortschaften ist das Waschen von Fahrrädern auf der Straße nicht ohne weiteres erlaubt.  

Nach Schlechtwetterfahrten ist eine intensivere Behandlung mit Schwamm und Bürste angesagt. Scheiben- und Felgenbremsen lassen sich in den Waschgang ohne besondere Behandlung einbeziehen. Die Bauteile vertragen Wasser, nicht aggressives Spülmittel und Fahrradreiniger. Bei stärkerer Verschmutzung kann hier mit Bremsenreiniger gearbeitet werden, der den aggressiven Bremsstaub löst. Am besten den Reiniger dosiert einsetzen oder ihn mit einem Tuch auftragen.

Wichtig: Auf keinen Fall Dampf- oder Hochdruckreiniger benutzen! Das kann Rad- und Tretlager oder auch Elektrobauteile dauerhaft beschädigen. Vor der Reinigung sollten sowohl Akku als auch das Anzeigendisplay entfernt werden. Ist letzteres nicht möglich, sollte zumindest das Display mit einer Plastiktüte oder Ähnlichem abgedeckt werden. So kann kein Wasser eindringen. Sind Steckverbindungen vorhanden, können diese im gleichen Zuge ganz vorsichtig mit einer weichen Bürste gleich mit gereinigt werden.  

Ist das Rad vom Schmutz befreit, muss es gut getrocknet werden: Dafür alle Komponenten des Bikes mit einem Tuch trockenreiben. Das verhindert, dass Restfeuchtigkeit zu Schäden an der Technik führt und beugt Wasserflecken vor. Erst wenn das E-Bike vollständig getrocknet ist, sollten Akku und gegebenenfalls Display wieder ein- bzw. angebaut werden. 

Verschleiß der Fahrradkette am E-Rad

Auch die Fahrradkette ist beim E-Bike ein gängiges Verschleißteil. Wie stark sie sich abnutzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel der Qualität der Materialien, der Kettenpflege, dem Gelände, in dem der Fahrer mit dem Bike unterwegs ist und auch davon, wie häufig das E-Bike zum Einsatz kommt. Um stets sicher unterwegs zu sein, sollten E-Bike-Besitzer die Kette regelmäßig begutachten – und auf jeden Fall immer wieder gut putzen und pflegen. 

Fahrradkette des E-Bikes richtig reinigen

Person sprüht Kettenreiniger auf Fahrradkette

Eben weil eine schmutzige Kette in der Regel nicht perfekt schaltet und damit anfällig für Verschleiß ist, sollte auch sie neben der Bremsanlage regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Und so gehts:

  • Die Kette auf den mittleren Gang bzw. das mittlere Ritzel stellen.
  • Das Rad sicher hinstellen und wenn vorhanden einen Montageständer oder den Fahrradständer verwenden.
  • Kettenreiniger aufsprühen, einwirken lassen.
  • Die Kette im Anschluss drehen und mit Tuch reinigen. Gegebenenfalls die Zwischenräume mit einer Bürste nachreinigen.
  • Mit einem trockenen Tuch nachreiben.
  • Jetzt sparsam Kettenöl auftragen: Dafür die Kette mit Hilfe der Pedale drehen und das Öl direkt auf die Kettenglieder tropfen und die Kette immer weiterbewegen, bis sie komplett mit Öl benetzt ist.
  • Im Anschluss alle Gänge durchschalten – oder eine Runde mit dem Rad fahren. So kann sich das Öl gut verteilen.

Aufgepasst: Vor dem Auftragen des Kettenreiniger sollte man Pappe oder einen Auffangbehälter unter das Rad legen, sonst gibt es Flecken auf dem Boden bzw. leidet die Umwelt, wenn das Mittel in den Boden dringt. 

Antriebsteile und Kassette des Pedelecs richtig reinigen

Nach der Kette sind die Antriebsteile und die Kassette dran. Allerdings sind die schmalen Zwischenräume der Kettenblätter und die Schaltröllchen ohne spezielles Werkzeug recht schwer zu erreichen. Wer einen Zahnkranzreiniger besitzt, nimmt diesen zur Hilfe. Ohne lässt es sich etwas mühsamer bewerkstelligen, indem man einen dünnen Schraubendreher mit einem weichen Tuch umwickelt und zur Reinigung nutzt.

Verschlissene Kette am Elektrorad erkennen

Wie weit der Verschleiß an der Kette vorangeschritten ist, lässt sich ganz einfach selbst prüfen:

  • Ist eine Kettenlehre vorhanden – also ein simples Werkzeug, um den Verschleiß der Fahrradkette zu messen – wird sie zwischen zwei Bolzen angelegt. Rutscht sie durch, ist eine neue Kette fällig, bleibt sie oben liegen, funktioniert die Kette noch. 
  • Auch mit einem Messschieber lässt sich der Verschleiß beurteilen. Einfach mit dem Werkzeug den Abstand von zehn Kettengliedern messen: Bei einer neuen Kette beträgt dieser 119,5 Millimeter; liegt das Maß 0,75 Zentimeter drüber, sollte die Kette getauscht werden. 
  • Wer keines der beiden Werkzeuge besitzt, kann im Notfall mit der Hand. Dafür zunächst auf das größte Kettenblatt schalten. In dem Bereich, in dem die Kette vollständig auf dem Kettenblatt aufliegt, mit den Fingern daran ziehen. Hebt sich die Kette ganz vom Kettenblatt ab, muss sie ersetzt werden.

Reifenverschleiß beim E-Bike: Der Luftdruck entscheidet

Fahrradreifen auf Geröll

Bei herkömmlichen E-Bike-Reifen, die mit Luft befüllt sind, spielt der richtige Luftdruck eine entscheidende Rolle beim Verschleiß. Auf der sicheren Seite ist, wer sich bezüglich des Luftdrucks nach den Herstellerangaben richtet, mit wieviel Bar der Reifen gefahren werden sollte. Ist der Luftdruck zu niedrig, verformt sich der Reifen und die Außenseite wird zu stark beansprucht. Zudem erhöht sich der Rollwiderstand. Ist der Luftdruck zu hoch, riskieren Radfahrende, dass der Reifen platzt.

Inzwischen existieren neben Zweiradreifen mit Luft auch andere Reifenarten. Tubeless-Reifen, die beispielsweise ohne Schlauch auskommen, gelten als sehr robust. Daneben gibt es aber auch pannensichere Reifen, deren Mantel mit einer speziellen Schutzschicht versehen ist. Die soll verhindern, dass sich Gegenstände den Reifen durchstechen. Auch Airless-Reifen sind am Markt zu finden: Hier steckt anstelle von Luft ein spezieller Schaum im Reifen, der neben einem erhöhten Pannenschutz auch den Vorteil bietet, dass keine Luft mehr aufgepumpt werden muss. Derartige robustere Reifen kosten allerdings auch mehr Geld, das nicht jeder E-Bike-Fan gleich aufbringen möchte.

    Verschleißteil Akku

    Hand an E-Bike-Akku

    Bei E-Bikes kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Und die unterliegen wie andere Akku-Systeme dem Verschleiß. Gerade weil derartige Batterien teuer sind, sollten Radfans mit ihnen besonders sorgsam umgehen. Auf falsche Behandlung reagieren sie empfindlich. Daneben beeinflussen eine ganze Reihe weiterer Faktoren den Verschleiß. Eine Rolle spielen unter anderem die Alterung der Batterie, die Qualität der verbauten Materialien, die Beanspruchung des Bikes, die Außentemperatur, das Laden sowie die Wartung und Lagerung.

    Knackpunkt Alterung des Akkus

    E-Bike-Batterien sind voller Chemie und mit der der Zeit verändert sich in den Akkuzellen die chemische Zusammensetzung der Elektrolyte: Die verbauten Elektroden oxidieren. Vor allem der Ladezustand und die Temperatur sind maßgeblich verantwortlich für diesen Prozess. E-Bike-Fans können diesen Alterungsprozess durch folgende Faktoren – die sowohl im Betrieb als auch im Nichtbetrieb gelten – positiv beeinflussen:

    • Hohe Temperaturen über 40 °C vermeiden 
    • Vollladung vermeiden – und auf maximal 90 Prozent setzen 
    • Vollständige Entladung vermeiden – 10 Prozent Restladung sollten drin sein

    Übrigens: E-Bike-Batterien altern über die Zeit auch ohne irgendwelches Dazutun und auch ohne Nutzung: In der Regel verlieren sie pro Jahr zwischen 0,5 bis 2 Prozent an Leistung. Heißt: Irgendwann macht jeder E-Rad-Akku schlapp und muss ausgetauscht werden. 

    Qualität des E-Bike-Akkus: Für die Abnutzung nicht unerheblich

    Wie bei vielen E-Bike-Teilen spielt auch die Qualität des Akkus eine Rolle, wenn es darum geht, wie schnell dieser ersetzt werden muss. Batterien renommierter Hersteller weisen in der Regel eine bessere Leistung und eine längere Lebensdauer auf – was wiederum bedeutet: Wer von Anfang an auf einen hochwertigen Akku setzt, hat länger Freude daran.

    Beanspruchung des Elektrorad-Akkus beim Fahren

    Je stärker der Akku beansprucht wird, umso mehr reduziert sich die Reichweite der Akkuladung. Sprich: Mit der Zeit müssen E-Bike-Besitzer und -Besitzerinnen immer häufiger nachladen. Vor allem der Fahrstil spielt bei diesem Prozess eine Rolle. Wer sportlich auf der höchsten Unterstützungsstufe und mit Vollgas bei der Anfahrt und im Anstieg unterwegs ist, verlangt vom Akku sehr viel ab und benötigt im Umkehrschluss auch viel Strom. Aber auch der falsche Gang kann den Energieverbrauch unnötig in die Höhe treiben. Wer lange Spaß an seinem Akku haben will, sollte folgende Ratschläge beachten:

    • Beim Anfahren einen möglichst niedrigen Gang wählen 
    • Den Motor erst nach dem Anfahren dazuschalten 
    • Gänge mit höherer Trittfrequenz wählen 
    • Auf die elektrische Unterstützung ab und an verzichten und diese vorrangig auf weiten Strecken einsetzen

    Freilich spielt auch die Wahl der Route eine Rolle, wenn es um die Abnutzung des Akkus geht. So zieht ein hügeliges Gelände mehr Energie als ebenes. Auch Ampeln oder andere Hindernisse spielen eine Rolle: Sie erfordern das Abbremsen und damit ein energieintensiveres Anfahren. Wer bei der Routenwahl seinen Akku schonen möchte, kann folgende Punkte beherzigen:

    • Hügeliges Gelände, wenn möglich, vermeiden 
    • Auf glatten Oberflächen mit weniger Reibung fahren 
    • Hindernisse wie Ampeln, Bordsteinkanten oder Kreuzungen meiden

    Lagerung des Akkus im Nichtbetrieb

    Ist das E-Bike nicht im Betrieb, sollte der Akku auf jeden Fall trocken und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Ganz voll oder leer sollte er dabei nicht sein: Am besten die Batterie im halbvollen Zustand aufbewahren und bei mehrmonatiger Lagerzeit den Ladezustand nach zwei bis drei Monaten prüfen – und wenn nötig etwas nachladen.

    Verschleißteil E-Bike-Motor

    E-Bike Motor Nahaufnahme

    Wenn es um die Abnutzung des E-Bike-Motors geht, trifft es folgender Spruch ganz gut: „Auch die Beine haben Watt.“ Wer gerne mit einem höheren Gang unterwegs ist und langsamer tritt, tut dem Motor keinen Gefallen. Schließlich arbeiten E-Bike-Motoren effizienter bei einer höheren Trittfrequenz von etwa 65 Umdrehungen pro Minute. Um den Motor zu schonen, sollte es also häufiger mal ein niedriger Gang sein, was mehr Muskelkraft von den Beinen abverlangt. So tun E-Bike-Besitzer nicht nur dem Motor, sondern auch sich selbst etwas Gutes. 

    Knackpunkt E-Bike-Transport mit dem Auto

    Wer sein E-Bike mit dem PKW auf einem Zweiradträger per Heck- oder Kupplungsträger transportieren möchte, sollte bedenken, dass solch ein Transport dem Rad ganz schön zusetzen kann – zumindest, wenn es sich um einen offenen Radträger handelt. Bei höheren Temperaturen entstehen hinter dem Fahrzeug starke Verwirbelungen, die kleine Teile oder – bei nasser Straße – Nässe gegen das Bike schleudern. Das kann vor allem dem Motor mächtig zusetzen. Bevor es also auf die Straße geht, gilt es, den Motor mit einem speziellen Cover, zum Beispiel aus Neopren, abzudecken. Das empfiehlt sich auch, wenn das Bike auf dem Dach transportiert werden soll und verhindert, dass Nässe eindringt. Und schon allein aus Gewichtsgründen sollte der Akku vor der Reise ausgebaut werden – egal welches Trägersystem zum Einsatz kommt. Das gleiche gilt für das Display. Ist die Demontage der Steuereinheit nicht möglich, empfiehlt es sich, diese mit einem speziellen Regenschutz abzudecken. Setzt plötzlich Regen ein, kann Nässe der Elektronik nichts anhaben.

    Schon gewusst? Auch Verschleiß lässt sich über eine gute E-Bike-Versicherung abdecken. Muss eine neue Kette her, macht der Akku schlapp oder geben Motor und Bremsen ihren Geist aufgrund von Abnutzung auf, bleibt der eigene Geldbeutel geschont. Auch assona bietet eine derartige Absicherung – mit dem E-Bike-Schutzbrief BikeProtect in der 5-Jahres-Version.

     

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